Die Kraft der Sonne ist enorm. Sie strahlt im Jahr 15.000 mal mehr Energie auf die Erde als von der gesamten Weltbevölkerung verbraucht wird. In Deutschland treffen jährlich im Schnitt ca. 1.000 Kilowattstunden (kWh) Solarenergie pro Quadratmeter auf. Dies entspricht dem Energiegehalt von 100 Litern Heizöl.
Die Nutzung der Sonnenenergie zur Stromerzeugung hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Innerhalb von nur 5 Jahren hat sich die gesamt installierte Photovoltaik-Leistung auf 858 MW mehr als verzehnfacht. Im Jahr 2005 wurde die Schwelle von 1.000 MW überschritten. Über 150.000 Solarstromanlagen sind mittlerweile in Deutschland installiert. Allein 2004 kamen 40.000 Anlagen mit einer Leistung von 450 MW neu hinzu.
Trotz dieser hohen Zuwachsraten hat die Photovoltaik heute einen
noch bescheidenen Anteil von unter 1 % an der Stromerzeugung
in Deutschland. Wenn sich das Wachstum der letzten zehn Jahre
fortsetzt, wird die Solarenergienutzung eine tragende Säule der
Energieerzeugung. Photovoltaik allein kann die Umwelt- und
Energieprobleme nicht kurzfristig lösen, mittelfristig wird sie jedoch
eine wichtige Rolle einnehmen, auch durch die Schaffung neuer
Arbeitsplätze. 2004 waren 20.000 Menschen in der Photovoltaik-
Branche beschäftigt, doppelt so viele wie 2002.
Photovoltaikanlagen für Neu- und Altbauten sind in Deutschland meist netzgekoppelte Anlagen, d. h. die Solaranlage liefert Wechselstrom und ist mit dem Stromnetz verbunden. Der erzeugte Solarstrom wird, seit es die erhöhte Vergütung gibt, meist vollständig ins öffentliche Netz eingespeist. Wer möchte, kann den Strom jedoch auch ins eigene Hausnetz einspeisen und selbst verbrauchen.
Die Solarmodule auf dem Dach erzeugen Gleichstrom, der in einem Wechselrichter zu haushaltsüblichem Wechselstrom mit 230 Volt Spannung umgewandelt wird.